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Tulum, Xel-Ha & Isla Contoy

Nachdem ich in den letzten Tagen nicht online war, bekommt ihr heute den bereits versprochenen Bericht zu meinem Ausflug nach Tulum und Xel-Ha. Als kleine Wiedergutmachung erhaltet ihr auch noch den Bericht zu einem kurzfristig gebuchten Ausflug zum Vogelparadies Isla Contoy.

Nachdem ich die letzten Tage nicht online gewesen bin, möchte ich euch heute direkt von zwei Ausflügen und drei Ausflugszielen berichten. Zum Einen gibt es die bereits im letzten Post versprochenen Informationen zu meinem Ausflug nach Tulum und Xel-Ha. Zusätzlich bekommt ihr auch noch Fotos von einem eher spontan gebuchten Ausflug zur Isla Contoy zu sehen, den ich heute bei bestem Wetter gemacht habe.

Zuerst möchte ich euch den Ausflug nach Tulum und Xel-Ha beschreiben, muss euch aber auch direkt mitteilen, dass es zu Xel-Ha (noch) keine Fotos gibt. Auch dieser Ausflug bedeutete ein sehr frühes Aufstehen, da wir um 7:10 Uhr am Hotel abgeholt wurden. Zuerst ging es mit einem Reisebus nach Xel-Ha, wo die Mitreisenden, die den ganzen Tag in Xel-Ha verbringen wollten, ihr Ziel erreicht hatten. Für uns Kulturinteressierten wartete in Xel-Ha ein anderer Bus, mit dem wir nach Tulum weitergefahren sind.

Bei Tulum handelt es sich um die einzige Kultstätte, die die Mayas direkt am Meer errichtet haben. Es handelt sich dabei um ein beeindruckendes Areal, welches neben den Maya-Bauten auch zwei weitere Attraktionen bietet.

Pyramide in Tulum in bester Strandlage

Eine dieser Attraktionen ist die bereits erwähnte Tatsache, dass die Kultstätte direkt am Meer errichtet worden ist. Daher kann man - wie auf dem Foto unschwer zu erkennen - in Tulum sehr angenehm die Kultur mit einer Erfrischung im Meer verbinden. Wer sich jetzt Sorgen macht, dass diese Kombination doch schockierend für die Einheimischen sein muss, dem möchte ich zwei Punkte entgegnen. Zum Einen zeigen die Touristen mit dem Besuch der Kultstätte schon, dass sie nicht die Augen davor verschließen, dass dieses Urlaubsgebiet schon vor Ewigkeiten von einer Hochkultur besiedelt war. Bei dem strahlenden Sonnenschein, den wir an diesem Tag mal wieder hatten, ist solch ein Besuch einer Ausgrabung, wo es nahezu keinen Schatten gibt, eine schweißtreibende Angelegenheit, so dass man sich die Abkühlung im Meer eigentlich sogar verdient hat. Ferner wurde an den Felsen extra eine Treppe gebaut, damit man überhaupt erst zum Strand kommen kann. Dass diese Treppe nicht nur einem anderen Blickwinkel auf die Pyramide bieten soll, wird noch dadurch unterstrichen, dass in dieser Bucht extra eine Badezone markiert worden ist und es sich um einen Strand handelt, der von einem Rettungsschwimmer überwacht wird.

Die zweite Attraktion ist tierischer Natur. Auf dem Ausgrabungsgelände leben jede Menge Leguane. So hatte ich an diesem Tag meine erste Begegnung mit frei lebenden Leguanen.

Einer der Leguane in Tulum

Da diese Leguane in einer Touristenattraktion der Riviera Maya leben, sind sie selbstverständlich den Kontakt mit Menschen ebenfalls gewohnt. Im Gegensatz zu den "dressierten" Leguanen, mit denen hier viele Fotografen ihre Kasse aufbessern, können sich die Leguane in Tulum jederzeit frei zurückziehen, indem sie sich in einen für die Besucher gesperrten Bereich zurück ziehen und sich dann zum Beispiel auf einer der Ruinen weiter sonnen. Von dieser Möglichkeit machen die Leguane von Tulum auch sofort Gebrauch, wenn man ihnen zu nahe kommt. Mein Foto ist daher auch aus etlichen Metern Entfernung mit Hilfe meines Teleobjektivs entstanden. Die Leguane in Tulum waren selbstverständlich nicht die einzigen, die ich gesehen habe. Es gab sie natürlich auch in Xel-Ha, in meinem Hotel oder auf der Isla Contoy. Die Leguane in Tulum waren aber nun einmal die ersten, die ich zu sehen bekommen habe.

In Tulum gab es ansonsten wieder die übliche Kombination aus einer Führung und anschließender Freizeit. Zur Qualität der Führung ist zu bemerken, dass es sich bei unserem Begleiter um einen studierten Archäologen handelte, der selbst Maya-Vorfahren hat. Neben der angesehenen Arbeuit als Archäologe ist er auch auf diese Nebenjobs angewiesen, um ein ausreichendes Einkommen zum Überleben zu erzielen.

Nachdem wir Tulum auch auf eigene Faust erkundet hatten, brachte uns der Bus wieder nach Xel-Ha zurück. Dort hatten wir dann 6 Stunden zur freien Verfügung, was sich zwar reichlich anhört, bei der Größe des Parks und der Vielzahl der angebotenen Attraktionen aber durchaus knapp ist. Zum Beispiel dauert schon die Hauptattraktion des Parks - der so genannte Lazy River - grob 1,5 Stunden. Davon ist ungefähr eine Stunde die Zeit, die man vom Start- bis zum Zielpunkt benötigt, um sich die Strecke in einem großen Luftreifen treiben zu lassen. Wer sich dafür entscheidet, statt des Reifens lieber eine Schnorchelausrüstung zu benutzen, ist etwas schneller. Dazu bekommt man bei dieser aktiven Variante des Lazy River natürlich auch mehr von der Tierwelt unter Wasser zu sehen. Diese ist erheblich interessanter, als sich eine Stunde lang die Wasseroberfläche und den wolkenlosen Himmel anzusehen. Auf meiner Schnorcheltour durch den Lazy River habe ich einige Bilder mit meine analogen Unterwasserkamera gemacht. Diese sind aber noch nicht entwickelt, da ich den Film noch nicht in Xel-Ha vollbekommen habe.

Neben der ausführlichen Erkundung der Unterwasserwelt habe ich mich auf eine schwimmende Brücke über die Flussmündung gewagt, mir eine der so genannten Cenoten (Süßwassereinbrüche im Kalkstein) angesehen und selbstverständlich auch ein wenig Zeit in Dinge wie Essen und Trinken (welches im Eintrittspreis genauso enthalten ist, wie die Schnorchelausrüstung) investiert. Es wäre durchaus möglich gewesen, noch weitere Sachen im Park zu machen, die größtenteils auch keinen Aufpreis gekostet hätten. Gegen Aufpreis konnte man im Park zum Beispiel mit Delfinen schwimmen, einen Unterwasserspaziergang machen und so weiter. Wer sich für solche Aktivitäten interessiert, sollte auf jeden Fall einen ganzen Tag in Xel-Ha verbringen.

Wer sich für Xel-Ha interessiert, dem sei auch die Internetseite des Parks empfohlen. Diese gibt es jedoch nur auf Spanisch und Englisch.

Nachdem ich mich dann zwei Tage von diesem Ausflug erholt habe, war ich heute auf der Vogelinsel "Isla Contoy". Dabei handelt es sich um einen Naturpark auf einer Insel 32km von Cancun, den lediglich 200 Besucher pro Tag betreten dürfen. Auch beui diesem Ausflug gab es mit 7:20 Uhr wieder eine recht frühe Abfahrt am Hotel. Die erste Etappe war eine Fahrt zu einer edlen privaten Marina im Norden Cancuns. Dort wurden uns vom Eigentümer unseres Bootes - dem Honorarkonsul für Deutschland und Österreich in Cancun - die Armbändchen übergeben, die als Nachweis dienten, dass wir die Gebühr für das Betreten des Naturparks bezahlt haben. Nachdem diese Formalität erledigt war, ging es an Bord unseres Schiffes. Dieses trägt den Namen "Pinta" und ist ein Nachbau eines der Schiffe, mit denen Columbus nach Amerika gesegelt ist. Das Bild zeigt die Pinta, wie sie in der Bucht auf der Isla Contoy am Steg liegt.

Die Pinta am Steg auf der Isla Contoy

Falls jemand den Verdacht äußern sollte, dass ich bei dem Foto geschummelt habe, muss er halt selbst die Isla Contoy mit der Pinta besuchen. Es ist dort wirklich so paradiesisch. Bevor wir jedoch auf der Isla Contoy wieder an Land gegangen sind, hatten wir circa 2 Stunden Fahrt vor uns. Diese konnten wir nutzen, um die Sonne zu genießen, die wie eigentlich während meines ganzen Aufenthalts in Mexiko, vom Himmel schien. Kurz vor Erreichen der Isla Contoy wurde noch ein Stopp eingelegt, bei dem die Möglichkeit bestand, das vor der Riviera Maya liegende Riff ein wenig schnorchelnd zu erkunden. Bei diesem Riff handelt es sich nach dem Great Barrier Reef um das zweitgrößte Riff der Welt. Bei unserer kurzen Erkundung bekamen wir eine Menge unterschiedlicher Fische zu sehen. Das absolute Highlight waren aber die Katzenhaie, die wir ebenfalls beobachten konnten. Da Katzenhaie Vegetarier sind, bestand für uns hier keinerlei Gefahr. Auf der isla Contoy gab es dann - wie sollte es anders sein - eine kurze Führung. So konnten wir uns einen Überblick über die Insel verschaffen und auch die dort lebenden Fregattvögel bei der Balz beobachten.

Balzende Fregattvögel auf der Isla Contoy

Das rote, was man naben dem Schnabel des einen Vogels sehe kann ist übrigens keine Boje, an die er sich kuschelt, sondern das Balzmerkmal der männlichen Fregattvögel 😉 Nach der kurzen Führung gab es an Bord unseres Schiffes ein hervorragendes Mittagessen, welches von der Crew zubereitet worden war, als wir unsere kurze Inseleinführung hatten. Nach diesem Mittagessen hatten wir natürlich auch wieder Zeit zur freien Verfügung. Diese hat unsere Gruppe geschlossen am Sandstrand der Lagune verbracht, in der auch die Anlegestelle ist. Auch dieses Foto vom nahezu menschenleeren Strand ist echt 😛

Strand auf der Isla Contoy

Als die Freizeit zu Ende war, verließen wir als das letzte Touristenschiff des Tages die Isla Contoy und fuhren wunderbar in die Dämmerung hinein. Während wir unserem Hafen in Cancun immer näher kamen, belohnte uns das Wetter noch mit einem wunderbaren Lichtspiel zwischen Sonne und ein paar inzwischen aufgezogenen Wolken.

Sonnenuntergang auf der Rückfahrt von der Isla Contoy

Nachdem wir dann das letzte Stück unseres Ausflugs wieder im Kleinbus zurückgelegt haben, war ich um 19:15 Uhr wieder im Hotel. Auch wenn ich morgen und übermorgen meinen langen Rückflug vor mir habe, hat sich der Ausflug zur Isla Contoy auf jeden Fall gelohnt, selbst wenn er mit 12 Stunden auch nicht so kurz war. Ich kann jedem, der an der Riviera Maya Urlaub macht, diese Tour nur empfehlen. Man fährt in einer Touristenhochburg los und ist dann etliche Stunden dem Massentourismus entflohen. Zu diesen Stunden zählt natürlich auch bereits die Zeit, die man an Bord der Pinta mit ihrer hervorragenden Crew verbringt.

Dies war leider bereits der letzte Post aus Mexiko, da ich morgen in das kalte Deutschland zurück fliegen muss. Dieses Thema Bodenfrost kommt einem hier vollkommen fremd vor. Hier an der Riviera Maya sind auch nachts immer noch über 20°C, so dass ich außer kurzen Hosen und T-Shirts keinerlei Kleidung benötigt habe, wenn man mal die winterliche Kleidung nicht mitrechnet, die man für den Flug und Europa benötigt 😛 In meinem nächsten Post werde ich dann ein Fazit des Urlaubs ziehen. Damit dieses negativ ausfällt, müsste bei der Rückreise allerdings so viel schieflaufen, dass mir die Vorstellungskraft fehlt, um Beispiele nennen zu können. Morgen bin ich noch bis 16 Uhr (23 Uhr deutscher Zeit) in meinem Hotel und fliege gegen 20:30 Uhr (3:30 Uhr deutscher Zeit) in Cancun ab, so dass ich wenn alles nach Plan läuft, gegen 14 Uhr (14 Uhr deutscher Zeit ;-)) in Schiphol landen sollte. Mit der anschließenden Zugfahrt zurück nach Münster werde ich dann wahrscheinlich insgesamt so 22 Stunden unterwegs sein und anschließend erst einmal totmüde ins Bett fallen.

Wenn ich dann wieder wach bin und die ganzen Eindrücke des zweiwöchigen Urlaubs verarbeitet habe, gibt es das versprochene Fazit, wo es dann vielleicht auch schon Fotos der Unterwasserwelt von Xel-Ha und der Isla Contoy zu sehen gibt.

Bis dahin,
Christian

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