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Route Industriekultur – Zeche Nachtigall

Eigentlich hatte ich ja bereits im letzten Sommer vor, die Route Industriekultur zu erkunden. Allerdings ist letztes Jahr so viel dazwischen gekommen, dass es keine Möglichkeit gab, dieses Ziel zu erreichen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben 😉

Heute habe ich das für diesen Sommer vergleichsweise gute Wetter genutzt, um eine weitere Station der Route Industriekultur zu erkunden. Ich habe die Zeche Nachtigall in Witten besichtigt.

Den Beginn des Rundgangs bietet das ehemalige Maschinenhaus. Die Attraktion dieses Gebäudes ist ohne Frage die dort installierte Dampf-Fördermaschine. Auch wenn sie heute nicht mehr mit Dampf betrieben wird, kann man bei der Vorführung einen sehr guten Einblick bekommen, wie diese Maschine damals benutzt wurde. Wenn also bei eurem Besuch eine Vorführung angeboten wird, nutzt diese Gelegenheit.

Im Anschluss habe ich die Zeit bis zur Führung im Stollen genutzt, das Gelände der ehemaligen Zeche zu erkunden. Da die Zeche zwischenzeitlich als Ziegelei genutzt wurde, sind auf dem Gelände keine Schachtgebäude mehr zu sehen. Die beiden Öfen der ehemaligen Ziegelei sind allerdings auch beeindruckend. In einem der Öfen ist der oberste Teil des ersten Schachts der Zeche Nachtigall wieder zu erkennen.

In einem der beiden Öfen wird die Geschichte der Zeche Nachtigall behandelt. In diesem Ofen ist auch der oberste Teil des ersten Schachts der ehemaligen Zeche wieder frei gelegt. Zusätzlich ist hier auch noch eine Ausstellung zur Geschichte des Bergbaus zu finden. Der zweite ehemalige Ofen der Ziegelei ist der Geschichte der ehemaligen Ziegelei gewidmet.

Beim Wechsel zwischen beiden Öfen kam auch gerade ein Zug der Muttenthalbahn (Link) an. Dies ist eine von einem Verein betriebene Schmalspurbahn, welche zwischen dem großen Parkplatz und dem Museum verkehrt. Wenn man das Museum an einem der Verkehrstage der Muttenthalbahn besucht, würde ich empfehlen, auf dem großen Parkplatz zu parken und mit der Bahn zum Museum zu fahren. Die Tageskarte kostet für einen Erwachsenen 3,50€ und ist damit durchaus bezahlbar.

Nachdem ich beide Ausstellungen in den Öfen besichtigt hatte, folgte das Highlight meines Besuchs der Zeche Nachtigall: der Besuch des Besucherstollens. Zu Beginn wurden die Helme verteilt, die selbstverständlich in einem Stollen zu tragen sind. Es war auch gut zu hören, dass es ohne die Helme bei etlichen Besuchern Beulen gegeben hätte. Der Stollen hat an einigen Stellen nur eine Höhe von 1,40 Meter. Die Führung war sehr informativ und es war ein besonderes Erlebnis, am Ende der Führung zwei Strophen des Steigerliedes (da es etliche von euch nicht kennen werden, hier der Link) anzustimmen. Als Hobbysänger muss ich sagen, dass der niedrige Stollen eine bemerkenswerte Akustik hat 😉

Für die Rückfahrt zum Parkplatz habe ich mir dann auch die Fahrt mit der Muttenthalbahn gegönnt. Kurz vor dem Erreichen des Parkplatzes begegnete uns noch ein historischer Zug der Ruhrtalbahn, was natürlich auch ein toller Anblick war.

Da ihr mich hauptsächlich als Fotografen kennt, finde ich, dass ich jetzt definitiv genug zu meinem Ausflug geschrieben habe und gehe dazu über, die Bilder sprechen zu lassen 😉

Wenn ihr noch Fragen zur Zeche Nachtigall habt, scheut euch nicht, sie einfach als Kommentar hier zu stellen.

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